Herkunft und Geschichte

Die Heimat des Neufundländers ist die kanadische Atlantikinsel Neufundland. Die Herkunft liegt jedoch im Dunkeln. Man geht allgemein davon aus, dass bei der Entstehung des heutigen Neufundländers zahlreiche europäische Hunde, die von den europäischen Fischern auf die Insel gebracht wurden, beteiligt waren, die sich mit den Hunden der auf der Insel lebenden Micmac- und Beothuk-Indianer vermischten. Der Neufundländer, der erstmals im 18. Jahrhundert von einem englischen Kapitän namens Cartwright als "Newfoundland dog" erwähnt wurde, diente den Fischern auf Neufundland als Arbeitstier. Der Neufundländer ist ein nationales Tiersymbol der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador. Die erste überlieferte Ausstellung eines Neufundländers datiert auf das Jahr 1860 in Birmingham, die Anerkennung der Rasse durch den AKC erfolgte 1886, im gleichen Jahr wurde auch der erste englische Rasseclub gegründet.

Beschreibung

Der Neufundländer ist massiv und hat einen kräftigen, gut bemuskelten Körper; der Ablauf seiner Bewegungen ist gut koordiniert. Das dichte wasserabweisende Fell mit starker, jedoch weicher Unterwolle lässt ihn noch massiger erscheinen. Der Rassestandard der FCI erlaubt drei Farbschläge: Schwarz, braun und weiß-schwarz. Die Heimatländer England (bis 1949 war Neufundland eine Kolonie Großbritanniens) und Kanada haben jeweils eigene Rassestandards, die teilweise von dem der FCI abweichen. Brauner Neufundländer Junger weiß-schwarzer Neufundländer Neben den Standardfarben treten auch Farbvarietäten auf, die aber in der Zucht nicht erwünscht sind. Im Heimatland Kanada entspricht der braune Farbschlag nicht dem Rassestandard. In den USA ist der graue Neufundländer standardkonform. Abgesehen von der Farbe grau, welche durch das Dilute-Gen kontrolliert wird und zu Haarausfall (Blue-dog-syndrome) führen kann, sind die unerwünschten Farben gesundheitlich unbedenklich. Aus dem weiß-schwarzen Typ entwickelte sich die Rasse Landseer.

Wesen

Der Neufundländer gilt als freundlich, ruhig und ausgeglichen. Eigenschaften wie Aggressivität und Scheu werden im Rassestandard als Fehler bezeichnet.